DIPL.-ING. HÖDER UND RABE GmbH         

 

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Schadstoffe in der Innenraumluft
- Messung und Beurteilung -

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In Büro- und Wohnräumen, Kindergärten, Schulen etc. erwartet man keine Gefährdungen durch chemische Schadstoffe. Erfahrungen aus umfangreichen Untersuchungen zeigen, dass nur in 10 bis 15 % der Problemfälle Raumluftbelastungen mit chemischen Stoffen die alleinige Ursache für auftretende Befindlichkeits- oder gar Gesundheitsstörungen bilden. Handelt es sich jedoch um ein neu errichtetes, umfassend saniertes bzw. modernisiertes Gebäude, können durchaus chemische Ausdünstungen aus Baustoffen, Farben, Lacken, Bodenbelägen, Verlegewerkstoffen oder aus neuen Möbeln als Ursache für Befindlichkeitsstörungen und/oder Geruchsbelästigungen beim Aufenthalt in den betreffenden Räumen in Frage kommen.
Häufig treten Befindlichkeitsstörungen und / oder Geruchsbelästigungen in verschiedenen Räumen eines Gebäudes in unterschiedlicher Intensität auf. In diesen Fällen hat es sich bewährt, neben den Problemräumen mindestens einen weiteren Raum von vergleichbarer Lage, Ausstattung und Nutzung als Referenzraum zu untersuchen, in dem keine oder nur geringe Beschwerden auftreten. Nur so lässt sich erkennen, ob individuelle Empfindlichkeitsunterschiede der Nutzer bei vergleichbarer Exposition gegenüber chemischen Stoffen in einem Gebäude zu gehäuften Klagen in bestimmten Räumen führen oder ob einzelne Räume eines Gebäudes besonders hoch belastet sind. Wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass Schadstoffe von Außen in das Gebäude eindringen, muss zeitgleich zur Raumluftmessung die Außenluft überprüft werden.

In den Fällen, in denen eine bestimmte Quelle (z.B. der Fußbodenaufbau) als Ursache für auftretende Befindlichkeitsstörungen In Verdacht steht, kann die zusätzliche Durchführung von Ausgasungsprüfungen vor Ort sinnvoll sein. Hierzu wird die so genannte FLEC-Technik eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine mobile Kleinprüfkammer, deren Boden von der zu untersuchenden Oberfläche gebildet wird. Mit ihrer Hilfe lässt sich exakt feststellen, wie viel Mikrogramm (Millionstel Gramm) eines bestimmten Schadstoffs  je Quadratmeter und Stunde von der Oberfläche des Materials in die Raumluft abgegeben  werden.

Bewertung von Messergebnissen

Mit Ausnahme weniger Einzelstoffe gibt es für die Bewertung von Schadstoffen in der Luft von Innenräumen keine rechtlich verbindlichen Grenzwerte. Nach unseren Erfahrungen sollte eine angemessene Bewertung von Raumluftmessungen folgende Fragen beantworten:

  • Kann nach dem aktuellen Stand des Wissens unmissverständlich festgestellt werden, dass die gemessene Luftbelastung keinen Anlass zur Besorgnis gibt?
     
  • Ist die gemessene Luftbelastung deutlich höher als die heute unvermeidliche Hintergrundbelastung beim Aufenthalt in Innenräumen
     
  • Wurden einzelne Stoffe oder Stoffgruppen in einer Menge gefunden, die zum  Auftreten von Gesundheitsproblemen, Befindlichkeitsstörungen oder zu Geruchsbelästigungen führen kann?
     
  • Kann aus der Zusammensetzung des gemessenen chemischen Stoffgemischs eine Prognose über mögliche Quellen und über die voraussichtliche Dauer der Luftbelastung abgeleitet werden?

 

UNSERE DIENSTLEISTUNGEN:

  • Messung von Formaldehyd und anderen flüchtigen Aldehyden in der Raumluft gemäß VDI-Richtlinie 4300 Blatt 3, Laboranalysen gemäß ISO/DIS 16000-3 (akkreditiert)
     
  • Messung von flüchtigen organischen Verbindungen in der Raumluft gemäß VDI-Richtlinie 4300 Blatt 6, Laboranalysen gemäß ISO/DIS 16000-6 (akkreditiert)
     
  • Entnahme von Materialproben mit anschließenden Prüfkammer-Untersuchungen im Labor oder Durchführung von zerstörungsfreien Ausgasungspüfungen vor Ort mittels FLEC-Technik gemäß DIN V ENV 13419  1-3 (akkreditiert)
     
  • Messung von krebsverdächtigen künstlichen Mineralfasern  gemäß VDI-Richtlinie 3492 Blatt 2
     
  • Entnahme von Proben abgelagerten Staubs zur Untersuchung auf auffällige Bestandteile (z.B. künstliche Mineralfasern) und zur Beurteilung des Reinigungszustandes in den betreffenden Räumen
     
  • Messung von mikrobiellen Raumluftbelastungen (Gesamtkeime, Schimmelpilz-Sporen sowie von mikrobiellen Stoffwechselprodukten (so genannte MVOC) als Indikatoren für einen verdeckten Schimmelpilzbefall von Bausubstanz.