DIPL.-ING. HÖDER UND RABE GmbH         

 

            Unabhängiges Ingenieur- und Sachverständigenbüro

   

Klima und Lüftung am Arbeitsplatz

Die Qualität des Klimas und der Frischluftversorgung sind ein nicht zu unterschätzender “Wirtschaftsfaktor” an Büroarbeitsplätzen. Erfahrungen zeigen, dass Befindlichkeitsstörungen am Arbeitsplatz weitaus häufiger auf ein unzuträgliches Raumklima, Zuglufterscheinungen oder auf eine unzureichende Frischluftversorgung zurück zu führen sind, als beispielsweise auf Schadstoffe in der Raumluft.

Das Thema Klima gewinnt bei der Büroplanung immer mehr an Bedeutung. Schließlich hat die Qualität der Klimabedingungen im Büro direkten Einfluss auf die Stimmung, die Motivation, die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten - und damit auf die Effizienz aller Arbeitsprozesse. Raumtemperatur, Luftgeschwindigkeit, Raumklima und Lüftungstechnik sind somit wichtige Einflussfaktoren, wenn es um den Erhalt oder die Steigerung der Produktivität geht

 

Für Büroräume wird eine Raumtemperatur zwischen 21 und 22 °C empfohlen, sie gilt als behaglich und konzentrationsfördernd.

Bei hohen Außentemperaturen sind Werte bis zu 26 °C zulässig. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte 40 bis 60 % betragen und die Luftgeschwindigkeit sollte 0,10 bis 0,15 Meter/Sekunde nicht überschreiten. In den Sommermonaten und bei höheren  Raumtemperaturen kann eine Erhöhung der Luftgeschwindigkeit jedoch sinnvoll sein. 

 

Frische Luft im Büro?

Besonderes Augenmerk muss auf die Frischluftversorgung von Büroarbeitsplätzen gelegt werden. So fordert beispielsweise die Arbeitsstättenverordnung, dass die Luftqualität in Arbeitsräumen im wesentlichen der Außenluftqualität entsprechen soll. Gehäufte Klagen über Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, rasche Ermüdung, Konzentrationsprobleme etc. sind vielfach Hinweise auf Mängel in der Frischluftzufuhr. In solchen Fällen sollte durch Messungen der Kohlendioxid- Konzentration in der Raumluft überprüft werden, ob ein Frischluftmangel die Ursache ist.

Grafik: Richt- und Empfehlungswerte für die Kohlendioxid-Konzentration in Innenräumen

 

Noch heute gilt als Maßstab und Bewertungsgrundlage für die Kohlendioxid- Konzentration in Innenräumen die zu Beginn des vorigen Jahrhunderts aufgestellte, so genannte Pettenkofer- Zahl von 1.500 ml/m³ (0,15 Vol.%), die aus hygienischer Sicht die Grenze zu verbrauchter Luft angibt. Nach der DIN 1946 Teil 2 “Anforderungen an Raumlufttechnische Anlagen” darf die Kohlendioxid- Belastung der Raumluft in technisch belüfteten Räumen bis zu 1.500 ml/m³ betragen. Bei empfindlichen Menschen können in solchen Räumen Kopfschmerzen und Kopfdruck jedoch bereits bei Kohlendioxid-Konzentrationen von 800 ml/m³ (0,08 Vol.%) oder sogar darunter auftreten. Erfahrungen zeigen, dass selbst empfindliche Menschen die Frischluftversorgung in Innenräumen als akzeptabel wahrnehmen, wenn ein Kohlendioxidgehalt der Raumluft von 650 ml/m³ (0,065 Vol.%) über einen längeren Zeitraum nicht überschritten wird.
 

UNSERE DIENSTLEISTUNGEN IM BEREICH KLIMA UND LÜFTUNG
AN ARBEITSPLÄTZEN:

  • Langzeitmessungen von Raumtemperatur und relativer Luftfeuchtigkeit
     
  • Überprüfung von Arbeitsplätzen auf Zuglufterscheinungen
     
  • Messung des Kohlendioxidgehalts der Raumluft
     
  • Messung des ortsbezogenen, effektiven Luftwechsels (Häufigkeit des Luftaustausches) mit Hilfe der Spurengasmethode